Licht im Dunkel

Liebe Taiji-Freunde

Ich hoffe, dass es Euch allen gut geht und Ihr Euch vieler schöner Herbsttage erfreuen durftet. Jetzt steht der Winter vor der Tür. Eine Jahreszeit, in welcher sich alles etwas setzen lassen und zur Ruhe kommen darf. Vielleicht sind es gerade die kürzeren Tage und die kälteren Temperaturen die uns einladen, uns stärker auf das Lichtvolle und Warme in und um uns zu besinnen und dem Sorge zu tragen. Mir kommt dazu gerade ein Erlebnis in den Sinn, das ich gerne mit Euch teilen möchte:

… Es war einmal spät am Abend, als ich mit der S-Bahn von Zürich nach Wettingen unterwegs war. Im Abteil neben mir sass ein Vater mit seinem etwa vier jährigen Sohn. Der Zug fuhr gerade durch den vielgleisigen Rangierbahnhof bei Dietikon vorbei, als plötzlich während der Fahrt das Licht in unserem Wagen ausging. Der Vater nahm sein Kind zu sich auf den Schoss. Gemeinsam schauten sie aus dem Fenster. Da fragte ihn sein Bub: „Papa, warum gibt es denn eigentlich die Nacht?“ Fast flüsternd gab ihm sein Vater zur Antwort: „Damit wir dann besser sehen können, wie die Sterne am Himmel leuchten“, und gab ihm einen Kuss …

Für mich war es ein berührendes Geschenk im Dunkel des Zugwagens Zeuge dieses liebevollen Augenblickes zu sein. Wie wenig es doch braucht, um Licht ins Dunkel zu bringen … eigentlich ist es ja schon da! :-)

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen viel Licht und Wärme in den kommenden Adventstagen und eine ganz gute und gesunde Winterzeit!

Herzliche Grüsse
Marko

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Taiji und Qigong zur Gesundheitsförderung

Seit bald zwei Jahren bin ich im Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft für Qigong und Taijiquan (SGQT) als Fachbereichsleiter für Taijiquan aktiv. Die Öffentlichkeitsarbeit für Qigong und Taiji – das haben wir im Vorstand beschlossen – soll gefördert werden.  Ich für meinen Teil habe während der letzten Corona bedingten Unterrichtspause im Frühling meine frei gewordene Zeit genutzt, um die aktuelle wissenschaftliche Studienlage zu Taiji und Qigong als Sturzprophylaxe, bei Rückenschmerzen und zur allgemeinen Gesundheitsförderung zu recherchieren. Die Ergebnisse habe ich dann nach den WZW-Kriterien – WZW steht für Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit – reflektiert. Daraus entstanden ist ein Informationsdokument für Krankenkassen, Ärzte und therapeutische Fachkräfte, das ihr hier gerne herunterladen und lesen könnt und wenn ihr möchtet natürlich auch sehr gerne weiterstreuen dürft. Erste Krankenkassen haben bereits positiv auf diese informative Zusammenfassung der Evidenzlage reagiert und haben eine Aufnahme von Qigong und Taijiquan in ihren Leistungskatalog der Zusatzversicherung angekündigt. Bleibt zu hoffen, dass auch alle weiteren Krankenkassen bald nachziehen werden, zumal alle WZW-Kriterien überzeugend erfüllt sind.

Darüber hinaus wäre gerade in jüngster Zeit sehr wünschenswert, das im Gesundheitswesen nebst den rigorosen Massnahmen zur Krankheitsprävention ebenso, wenn nicht sogar noch mehr auch Massnahmen zur Gesundheitsförderung gefördert werden. Denn das Abträgliche zu vermeiden und das Gesunde zu fördern sind immer noch zwei verschiedene Paar Schuhe. Während das Erstere primär misserfolgsmotiviert ist, d.h. es gilt einen potentiellen Misserfolg zu vermeiden, dominiert beim Zweiteren die Erfolgsmotivation, d.h. es gilt einen ersehnten Zustand zu erreichen. Da könnte ich jetzt noch viel über motivationspsychologische Betrachtungsweisen und deren Wirkung auf unsere Befindlichkeit schreiben … doch was schlussendlich zählt, ist die eigene Praxis und die darf meines Erachtens mehr im Zeichen des Pflegens und Förderns des Gesunden stehen, als im Zeichen des Bekämpfens des Krankmachenden. So habe ich mich während meines Corona Frühlings- und Sommers nebst meiner Schreibtischarbeit auch ganz praxisbezogen intensiv mit einer kleinen aber feinen Taiji-Qigong Übungsserie befasst. Entstanden ist dabei als kreatives Gemeinschaftswerk ein Video zu dieser Übungsabfolge. Sonja Schumacher hatte das Video aufgenommen und mit künstlerischen Elementen vortrefflich die Brücke zwischen Theorie und Praxis verbildlicht, Karl Zehnder hat das Ganze musikalisch untermalt und dabei gekonnt seine klassisch anmutenden Pianomelodien mit modernen Impulsen stimmig zu den Bewegungen akzentuiert, und ich meinerseits habe in dieser Momentaufnahme die 21er Taiji-Qigong Form zum Besten gegeben. Schön, wenn es euch gefällt – noch besser aber, wenn es euch selbst – in welcher Form auch immer – „zur Kräftigung des Körpers und zur Bewegung der Vitalenergie“ motiviert! ;-)  … was auch immer die bevorstehende Winterzeit mit sich bringen wird, mögen wir alle das Beste daraus machen und den Blick für das Gesunde nicht verlieren!

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Taiji Langstockseminar in Aarau – Oktober 2020

Mein letztes Taiji Seminar in diesem Jahr hat am vergangenen Wochenende in Aarau stattgefunden. Am Samstag war das Wetter besonders kalt und regnerisch. Zusammen mit zehn Seminarteilnehmenden fand ich im schönen Kursraum der Taiji Schule Aarau nebst Wetterschutz und Wärme auch viel Bewegungsraum. Unter diesen optimalen Voraussetzungen haben wir uns ganz in die Grundlagen- und Partnerübungen mit dem Taiji Langstock vertieft und darauf aufbauend auch mit dem ersten Teil der Langstockform nach T.T. Liang vertraut gemacht. Die Zeit verging wie im Fluge und einmal mehr war ich wieder beeindruckt, wie viel die Teilnehmenden in so kurzer Zeit und mit so viel Freude gelernt haben! Die alten Griechen meinten schon: „Die Freude an der Arbeit lässt das Werk vortrefflich geraten!“ (Aristoteles), was ich nur bestätigen kann. Allen Teilnehmenden möchte ich an dieser Stelle herzlich danken, denn jede und jeder hat mit ihrer/seiner einzigartigen Präsenz zur Bereicherung des gemeinsamen Interaktions- und Erlebnisraumes beigetragen! Gerne teile ich unten ihre Rückmeldungen zusammen mit ein paar fotografischen Impressionen aus dem Langstock-Wochenende und hoffe sehr, dass auch im neuen Jahr wieder so ein tolles Seminar möglich sein wird. Unterdessen wünsche ich allen eine gute und vor allem gesunde Zeit, in welcher neben all den aktuell zunehmenden Einschränkungen und Schutzmassnahmen die Bewegungsfreude doch immer wieder eine kreative Ausdrucksform findet!

„Ich fand es super! Ausser dass wir eine Form mit dem Langstock lernen werden, hatte ich keine Ahnung, was mich dieses Wochenende erwartete. Toll fand ich die Partnerübungen, die zusammen mit jeder neuen Sequenz der Form vermittelt wurden. So wurde mir nicht nur klarer, was die Bewegungen in der Form eigentlich bedeuteten, auch war für mich das Abspeichern der Bewegungsabläufe durch diese ergänzenden Partnerübungen viel einfacher. Das fand ich prima.“

„Spannend fand ich es zu erleben, wie bei der Taiji-Form über den Stock die eigenen Bewegungen verlängert und so auch die Fehler besser sichtbar werden. Toll, wie du uns in diesen zwei Tagen auf wunderbarer Art die Langstock-Form vermittelt hast. Ein grosses Kompliment!“

„Ich fand es total toll, wie du unterrichtest! Und was mich vor allem beeindruckt ist, dass es bei dir nicht einfach ein stures ‚richtig’ oder ‚falsch’ gibt, sondern dass du eben auch aus einem Schritt heraus oder mit einer Gewichtsverlagerung ausprobierst, was da auch noch Sinn machen könnte, auch wenn es nicht mit der Ausführungsweise in der Taiji-Form übereinstimmt. Und die Stimmung in der Gruppe fand ich auch super! Vielen Dank an euch alle!“

„Besonders schön fand ich, dass bei jeder neuen Bewegung in der Form eine Anwendungsmöglichkeit – ob mit oder ohne Partner – mitvermittelt wurde. So ist bei mir ein klareres Bild im Kopf entstanden, wie dann die Bewegungen sein könnten. Auch fand ich das Üben mit dem Langstock ein super Training für die Koordination der Hände. Mir stellt sich jetzt die Frage: ‚Wie weiter?’ Ich fände es schön, wenn ein weiteres Wochenende zum zweiten Teil der Langstock-Form zustande kommt. Toll wäre auch, wenn vorher noch ein Auffrischungstag zum ersten Teil möglich ist.“

„Ich habe das Wochenende als sehr kurzweilig empfunden. Vom Gefühl her ist die Zeit extrem schnell vorbei gegangen. Die Abwechslung zwischen Form und Anwendung fand ich ganz toll. Ebenso auch deine Art des Unterrichtens. Ich finde du bringst sehr viele Bilder und anschauliche Beispiele, und das macht für mich das Aufnehmen der neuen Inhalte einfacher und leichter.“

„Zwei Tage am Stück Taiji zu üben, das bin ich mir überhaupt nicht gewohnt. Für mich war das eine ziemliche Herausforderung – aber total gut! Heute Morgen habe ich mich sogar richtig auf’s weitere Lernen gefreut und war da also nach dem ersten Tag überhaupt nicht ausgepowert. Jetzt nach dem zweiten Tag merke ich, dass bei mir eine Sättigungsgrenze erreicht ist und ich wahrscheinlich auch nicht mehr viel Neues aufnehmen könnte. Ich staune, wieviel ich in diesen beiden Tagen gelernt habe, zumal Taiji mit Stock für mich noch ganz neu war. Aus diesem Seminar nehme ich die Grundlagenübungen mit dem Stock zum Auflockern für Zwischendurch mit. Ich finde, du hast eine angenehme Art zu unterrichten. Ich konnte gut dranbleiben und viel lernen. Danke.“

„Mit den zusätzlichen Grundlagenübungen habe auch ich das Wochenende als sehr abwechslungsreich erlebt. Schön fand ich, dass du offen bist, mit den Bewegungen zu experimentieren und Variationen nicht als falsch betrachtest.“

„Ich fand den Aufbau des Seminars super. Mit Form-Training, Partner- und Grundlagenübungen war viel Abwechslung da. Auch ich habe das Wochenende als sehr kurzweilig erlebt. Und deine Art, leicht, locker und spielerisch die Inhalte zu vermitteln, finde ich super. Dankeschön.“

„Mal abgesehen davon, dass du eine sehr schöne und ruhige Art hast, anderen etwas beizubringen, nehme ich für mich vor allem zwei Dinge mit: Das eine ist, dass eben nicht nur – so wie ich es bisher oft erlebt habe – stur eine Bewegungsform vermittelt wurde, sondern mit viel Abwechslung auch ergänzende Inhalte. Ich habe den Eindruck, dass man sich dadurch die neuen Bewegungsabläufe noch einfacher merken kann. Und das zweite, das ich sehr spannend fand, war bei einer Partnerübung, bei welcher du uns einen Part nicht wirklich vorgezeigt und erklärt hast, sondern uns einfach mal hast machen lassen. Das fand ich sehr spannend! Mit ganz frischen Anfängern, wäre das wohl eher schwierig gewesen, aber ab einem gewissen Level wird dadurch die Eigeninitiative gefördert. Das fand ich sehr cool!“  „Das Wochenende war sehr schön, und ich habe ganz viel für mich mitgenommen. Für ein andermal hätte ich noch folgende Anregungen: Ich würde jeweils nur 1.5 Stunden Mittag in die Planung nehmen. Und am Sonntag würde ich nach der Mittagspause nur noch 2 Stunden machen. Ich hatte das Gefühl, da war es für alle genug. Und für Leute mit einem etwas weiteren Reiseweg käme es gelegen, wenn das Seminar am Sonntag um 16 Uhr enden würde. Sehr gerne komme ich wieder an weitere Wochenenden oder Tageskurse!“

 

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Erlebnisbericht zum Taiji-Langstock Seminar

Neulich hatte ich die Freude an der Taiji-Schule Aarau ein Wochenende zum Taiji-Langstock anzubieten. Von den ursprünglich neun angemeldeten Teilnehmenden waren dann doch einige verhindert, so dass wir zu fünft den schönen, geräumigen Kursraum ganz entspannt und ohne allzu grosse Kollisionsgefahr für unsere Bewegungs- und Interaktionsübungen mit dem Langstock nutzen konnten. Bei dieser steilen Lernkurve, welche die Teilnehmenden an den Tag legten, hätte ich am liebsten gleich noch einen dritten und vierten Tag drangehängt! Doch wollen die über das Form-Training und die Partnerübungen vermittelten Inhalte auch in Ruhe verdaut und verinnerlicht werden. Zumal durch diese Art von Taiji-Training die Wirkkräfte nach Aussen hin besonders deutlich gemacht werden und dabei doch auch der eine oder andere innere Prozess angeregt werden kann. Beeindruckend fand ich, wie selbst in so einer kleinen Gruppe eine derart grosse, schöne und gegenseitig inspirierende Lernfreude und Interaktionsvielfalt zusammengekommen ist – da freue ich mich jetzt schon sehr auf das nächste Taiji-Langstockseminar im Oktober!

Und das berichteten die Teilnehmenden:

„Ich fand das Taiji-Langstock Wochenende recht cool. Obwohl ich bereits mit dem Ablauf der ganzen Langstockform vertraut bin, fand ich es super, diese Form nun auch mal auf der anderen Körperseite zu üben. Spannend, wie sich beide Seiten vom Gefühl her angleichen und verschmelzen! Auch wenn ich schon wusste, welche Bewegungen als nächstes kommen würden, fand ich es dennoch immer wieder recht anspruchsvoll und anstrengend. Aber ich glaube, das geht auch nicht anders. Das spricht auch dafür, dass da eben sehr viel Dichte in deinem Unterricht vorhanden war. Für mich war es damals schon eine sehr dichte Lernerfahrung, als du mir die Langstockform vermittelt hast. Die Dichte ist jetzt aber nicht weniger geworden :-) Auch fand ich die Erfahrung toll, am Lernprozess der anderen Teilnehmer teilhaben zu dürfen. Durch ihre Lernschritte konnte ich auch die meinigen bewusster reflektieren und für mich klarer erfassen, was es ausmacht, dass die Bewegungen immer besser gehen… also da nehme ich für mich aus diesem Wochenende ganz viel mit. Aus meiner Sicht ein klarer Erfolg – Danke!“

„Ich habe vor zwei Jahren schon mal bei dir an einem Taiji-Langstockwochenende teilgenommen und fand es spannend zu erleben, wie anders dieses Wochenende jetzt auf mich wirkte. Beim letzten Mal stand das Vertrautwerden mit dem Stock, mit seinem Gewicht und seinen Dimensionen im Vordergrund. Das ging dieses Mal vom Gefühl her schon viel besser, dafür konnte ich mich jetzt viel mehr auf die Kreuzverbindungen im Körper achten. Alles in allem „hät’s u gfägt“! Wir waren eine prima Gruppe und das gemeinsame Üben – auch in Kombination mit der Spiegelwand – das fand ich besonders schön.“

„Ich nehme aus diesem Wochenende sehr viel mit. Die letzten beiden Tage waren für mich wie eine Oase. Körperarbeit macht immer etwas mit einem, man arbeitet mit sich selbst und das ist etwas, das mir gut tut, das ich geniesse und das mir viel gibt. Die Gruppe fand ich super und fand es sehr angenehm, dass wir nur zu viert waren. Auch den Austausch untereinander mit den verschiedenen Erfahrungswerten habe ich total bereichernd empfunden. Mir hat die Art der Lektionen sehr gut gefallen. Es war dicht aber trotzdem gut portioniert. Es war step-by-step aufbauend und hat Hand und Fuss. Du als Lehrer bist ein sehr geerdeter Mensch. Vom ersten Moment an habe ich mich sehr wohl gefühlt und würde jederzeit wiederkommen. Danke.“

 

„Vielschichtig habe ich dieses Wochenende erlebt. Durch den Taiji-Unterricht, durch das Training der Form findet bei mir etwas Auflösendes statt, das für mich nicht unbekannt ist und doch immer wieder etwas desorientierend auf mich wirkt und auch Emotionen auslöst. Aktuell beschäftigen mich Themen wie „Stärke und Dominanz“. Und wenn ich dann im Training mit Aussagen konfrontiert werde wie „Dir möchte ich in der Nacht nicht auf der Strasse begegnen“, so löst das in mir etwas aus, auch wenn ich weiss, dass diese Bemerkung humorvoll gemeint war. Einfach weil ich immer wieder mal die Erfahrung gemacht habe, dass man mir Dominanz zuschreibt, ich mich selbst aber eigentlich als hochsensibel wahrnehme. Vielleicht hat das jetzt auch mit der Stockarbeit zu tun. Über den Stock bekomme ich klare Informationen und finde so einen immer besseren Zugang zu dieser mühelosen Kraft in mir. Vielleicht löst gerade dieses Element Holz auf körperlicher Ebene Spannungen auf, die mit Emotionen verhängt sind. Und mein Eindruck ist, dass so, wie wir jetzt dieses Wochenende trainiert haben, vor allem die Ebene der Körperstruktur im Vordergrund gestanden ist. Wenn sich da dann die Emotionen einzugliedern haben, nehme ich wahr, wie mich das auf verschiedenen Ebenen in eine Dysbalance bringt … und das finde ich sehr interessant! Den Boden unter den Füssen hat es mir schon nicht genommen, aber ein bisschen rütteln darf es ja auch. Und ich denke, dass das Element „Stock“ an sich bereits eine weitere Dimension mit sich bringt, durch welche nochmals etwas ganz anderes mit der Interaktion mit meinen Körpermustern passiert. Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass ich mit dem Taiji-Langstock gleich intensiv weiter trainieren werde, aber ihn ganz die Ecke stellen werde ich auch nicht. Auf alle Fälle kommt er mit mir nach Hause mit.“

 

 

 

 

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Taiji auf der Alp Collo – Ein ganz besonderes Geschenk!

Letztes Wochenende war ich mit einer kleinen aber feinen Gruppe im Onsernone-Tal auf der Alp Collo. Dort haben wir uns in die fünf Lösungsübungen nach Meister Huang Xingxian vertieft und darüber hinaus uns auch mit der Eröffnungssequenz der „White Crane“-Formen vertraut gemacht. Das alleine war schon ein reichhaltiges Programm, doch mindestens genau so bereichernd, wenn nicht sogar noch mehr, war für mich die Erfahrung von all dem nicht direkt Taiji-Bezogenem, das für mich dieses Seminar so richtig beseelte! Wie zum Beispiel: das schwerbepackte Hochwandern und erleichternde Ankommen in dieser wunderschönen Naturpracht der Tessiner Berge, die erfrischenden Abkühlungen im riesigen, mit Quellwasser gefüllten Kupferkessel, die Übernachtungen unterm freien Sternenhimmel, das kontemplative Morgentraining im Mondschein für mich alleine, während alles um mich herum noch schlief, das gemeinsame Zubereiten und Geniessen der einfachen aber umso leckeren Mahlzeiten – natürlich wieder mit selbstgebackenem Dinkelbrot frisch aus dem Holzofen! :-) , die Präsenz von so verschiedenen und vielleicht gerade auch deshalb so wunderbar zusammenwirkenden Seminarteilnehmenden, die für mich sehr spannende und zeitweise ganz schön herausfordernde Erfahrung der Doppelrolle als Seminarleiter und Dolmetscher, … das alles und noch Einiges mehr rührt in mir eine tiefe Dankbarkeit, dass ich so viel Schönes und Bereicherndes in diesen drei Tagen zusammen mit so wundervollen Menschen erleben durfte – ein ganz besonderes Geschenk!

Welche Eindrücke die Teilnehmenden aus diesem Wochenende auf der Alp mitnahmen, dass könnt ihr gerne in den nachfolgenden Erlebnisberichten lesen …

„Von diesem Wochenende nehme ich die Wirkung der gelernten Taiji-Übungen mit: Lösungen und Entspannungen, die sich bei mir im ganzen Körper in verschiedenen Körperpartien ergeben haben. Erstaunt hat mich der grosse Lernfortschritt in dieser kurzen Zeit. Die dritte Lösungsübung, welche sich am ersten Tag für mich koordinativ noch ganz unvertraut anfühlte, war mir am zweiten Tag schon viel geläufiger und fliessender. Das Zusammensein und der Austausch in der Gruppe, wie wir alles gemeinsam organisiert haben und dass dann das alles auch aufgegangen ist, das hat mir besonders gut gefallen. Ich wüsste nichts was man hätte besser machen können. In dieses Taiji-Seminar bin ich ohne Erwartungen gekommen, und ich muss sagen, es ist besser geworden, als dass ich es mir je hätte vorstellen können! :-) Und ja, du hattest Recht … „Wer es hinauf schafft, der wird belohnt!“ Herzliches Danke an euch alle und speziell auch an dich, Marko.“

„Merci vell mol – es ist wieder einmal sehr schön gewesen, Taiji hier oben in der Natur zu erleben. Das finde ich einfach eine wunderschöne Kombination. Den Fluss habe ich nicht nur in den Bewegungen als sehr stimmig empfunden, sondern auch im gemeinsamen Wirken in der Gruppe. Du bist sehr flexibel auf unsere Wünsche eingegangen und hast über die Seminarinhalte hinaus dafür gesorgt, dass es auch Gelegenheiten zum Auffrischen der von uns gewünschten Themen wie Partnerübungen und die Kurzstockform gab. Deine Offenheit für unsere Anliegen und deine planerische Flexibilität schätze und bewundere ich sehr. Vielen Dank auch, dass du so viel zu Essen für uns auf die Alp hochgetragen hast! (alle Lachen :-) ) Toll fände ich, wenn dieses Taiji-Wochenende im nächsten Jahr nicht auf das Baskers-Festival fallen würde. Obwohl es dieses Jahr wegen Corona ja ausgefallen ist. Aber für’s nächste Jahr, wäre das für mich noch „das Tüpfchen auf dem i“. Hier durfte ich wieder einiges dazulernen und mit nach Hause nehmen: Eine grössere Verbundenheit und mehr Fluss in den fünf Lösungsübungen. Insbesondere die 4. und die 5. Lösungsübung habe ich diesmal im Vergleich zum letzten Jahr deutlich intensiver und gehaltvoller erlebt. Sehr intensiv und kompakt nehme ich deine Seminare wahr und wo meine Aufnahmekapazität an ihre Grenzen stösst, da kann ich dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder anknüpfen. Schön, dass das auch jetzt wieder möglich war!“

„Der für mich stärkste Eindruck, den ich aus diesem Wochenende mitnehme – das mag für euch jetzt vielleicht etwas merkwürdig sein – ist das Plumpsklo (alle lachen! :-) ). Das meine ich wirklich nicht abwertend! Die Erinnerungen, welche für mich mit diesem charakteristischen Geruch verbunden sind, liegen viele viele Jahre zurück in meiner Jugend, die ich in Taiwan verbracht habe. Als Teenager war ich damals bei meiner Tante auf dem Land zu Besuch. Die einfachen und robusten Steinhäuser, die Morgentoilette mit Waschschüssel und frischem Quellwasser und ganz besonders eben auch das Plumpsklo … das alles hat in mir sehr schöne Erinnerungen an meine Jugendtage geweckt! Hier oben auf der Alp bin ich zum ersten Mal so richtig in Kontakt mit der Schweizer Küche gekommen. Diese unterscheidet sich von der Zubereitungsweise, den Zutaten und dem Geschmack der Gerichte her gänzlich von der Taiwanesischen Küche. Ob ein Ort gut oder schlecht ist, ist aus meiner Sicht nicht so sehr von dessen Lage abhängig. Viel mehr sind es die Menschen, mit denen ich gemeinsam die Zeit an einem Ort teile, welche für mich den Ort unvergesslich machen. Dank euch allen, werde ich die Alp Collo, in allerbester Erinnerung behalten. Die Atmosphäre hier mit euch zusammen hat mir sehr gut getan, auch das, was du uns vermittelt hast, fand ich sehr spannend. Als Akupunkturarzt habe ich bereits einige Erfahrung mit Qigong-Übungen und deren therapeutischen Anwendungen. Was du uns über die „White Crane“- Formen vermittelt hast, war für mich etwas ganz Neues und fand das sehr interessant. Herzlichen Dank für deinen prima Unterricht und für deine grosse Geduld!“

Also ich kann mich all dem vor mir Gesagten nur anschliessen – auch wenn ich das Chinesische nicht ganz alles verstanden habe (alle lachen :-) ). Es war wieder einmal ein für mich sehr dichtes Programm, das mir sehr gut gefallen hat. Was mich sehr freut, ist, dass ich in die dritte Lösungsübung so gut hineingefunden habe und ich mich mit dieser jetzt so richtig wohl fühle. Ja, zum ersten Mal fühlt sich diese jetzt wirklich stimmig an. Auch die kurze und doch sehr inhaltsreiche Einstiegssequenz der „White Crane“ Formen nehme ich mit mir mit – spannend fand ich besonders auch die mit der Atmung gekoppelte Bewegungsweise. In der Gruppe habe ich mich sehr wohl gefühlt und bin dankbar für die besonderen Momente und guten Gespräche, die ich mit den Leuten hier erleben und teilen durfte. Ich freue mich auf’s nächste Mal!

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Eindrücke aus dem Taiji Kurzstock Workshop im Jurtendorf

Letztes Wochenende habe ich zwei wunderschöne, naturverbundene Tage im Jurtendorf in Luthernbad erlebt. In einer kleinen Gruppe habe ich dort vertiefende Grundlagenübungen mit dem Taiji Kurzstock vermittelt. Passend zu den gehaltvollen Taiji Übung war auch die Umgebung des Napfgebietes voller inspirierender Sinneseindrücke! Ganz abseits von jeglichem Verkehrslärm war es ein selten schöner Genuss dem Summen der emsigen Bienen im Blütenmeer des Wildrosenbusches zu lauschen. Auch der feine Duft der Blumen – so unverkennbar natürlich und echt! Meditativ anmutend empfand ich auch das Gebimmel der Kuh- und Schafsglocken. Auch das quirlige Murmeln des Bergbaches hatte etwas Belebendes und zugleich auch abkühlend Beruhigendes an sich. Nicht zu vergessen die leckere Küche des Jurtendorfes! Da gibt es super schmackhafte Wildpflanzen im Salat, die ich zuvor noch gar nie so richtig gesehen, geschweige denn gekostet habe – natürlich alles frisch vor Ort gepflückt und zubereitet. Die leckeren vegetarischen Gerichte waren im Nu weggeschmaust. Ebenso auch die sagenhaften Weihen und Crèmen der exzellenten Küchencrew, die keine Wünsche offen liess! Ein grosses Kompliment und herzliches Dankeschön an Andrea und Kathrin! Besonders eindrücklich war für mich das Jurtendorf seit langem wieder mal im Sommer in seiner ganzen Fülle zu erleben. Ein starker Kontrast zur stillen Zurückgezogenheit während den Wintermonaten. So wurden ich und die Teilnehmenden meiner Seminargruppe sehr reich vom Ort beschenkt, der mit seiner Vielfalt auf uns alle einen ganz besonderen Zauber ausübte. Einen Zauber, der weit über das Erleben und Integrieren der Taiji-Übungen hinaus ging und einen selbst, wie auch die Gruppe als Ganzes in seiner eigenen Natürlichkeit aufblühen liess. Dieses besondere Gefühl in Worte zu fassen finde ich gar nicht so einfach. Wer möchte kann im Folgenden gerne die Rückmeldungen der Seminarteilnehmenden zum Taiji Wochenende im Jurtendorf lesen. Wie kleine Kristalle in einem Kaleidoskop tragen sie alle zusammen zu einem wunderschönes Bild bei. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Besuch im Jurtendorf und kann allen Naturfreunden einen Besuch dieser wundervollen Oase nur wärmstens empfehlen!

Hier nun die Eindrücke der Teilnehmenden …

„Ich fand es schön, das Jurtendorf mal im Sommer zu erleben. Es ist eine ganz andere Atmosphäre, es ist lebendiger, mit viel mehr Geräuschen und Grün rund herum –wirklich sehr schön, das Jurtendorf im Sommer! Das Seminar hat mich sehr intensiv gedünkt, obwohl ich die Übungen bereits von einem früheren Seminar her kannte. Diese innere Arbeit ist für mich mit intensiven Prozessen verbunden … und jetzt gerade nach dem letzten Nachmittagstraining fühle ich mich im Augenblick ziemlich energiegeladen, beschwingt und auch ein bisschen verpeilt J Du als Seminarleiter machst es wie immer super. Auch diesmal habe ich das Seminar wieder als sehr gehaltvoll erlebt. Und den ganzen Weg von den Entwicklungsprozessen, die dabei in einem stattfinden, finde ich sehr spannend! Auch die Gruppe war ganz toll – herzlichen Dank euch allen!“


„Ich schliesse mich dem an – die Gruppe war echt Klasse! Sehr ausgeglichen von der Zusammenstellung und mit sechs Personen eine angenehme Grösse. Von mir aus hätte sie auch etwas grösser sein dürfen – aber nicht zu gross. Den Ort hier finde ich genial und sehr passend zum Prozesshaften des Workshops. Die verschiedenen Orte, an welchen wir geübt haben, waren mit all ihren eigenen Geräuschen und unterschiedlichen Umgebungen von Grund auf miteinbezogen. Man ist dann nicht so in einem „sterilen white cube“ sondern in etwas Lebendigem naturverbunden eingebettet. Mir gibt das viel. Den Rhythmus des Seminars habe ich sehr angenehm empfunden: Sowohl die Technik zum äusseren Bewegungsablauf als auch der Raum für Innenschau waren stimmig miteinander verbunden. Und ich merke, dass diese Art von Übungen, die nach innen gerichtet sind, im wahrsten Sinne des Wortes unglaublich an die Substanz gehen. Von aussen betrachtet sind das ja eigentlich nur wenige und unscheinbar wirkende Bewegungen, und doch wird durch diese im Inneren einiges angekurbelt und bewegt, das von Aussen gesehen einfach nicht sichtbar ist. Das innere Erleben ist im Vordergrund und nicht die Anzahl der gelernten Übungen. Diese Art von erlebnis­orientierter Arbeit entspricht mir sehr! Gerne bin ich das nächste Mal wieder mit dabei.“


„Ich beginne mal beim Ort. Ich fand ihn wahnsinnig inspirierend und so dicht … genau so, wie es der Workshop auch war. Die vielen Eindrücke muss ich für mich erst einmal in Ruhe etwas setzen lassen … Die Taiji-Workshops, an denen ich bisher teilgenommen habe, waren eher auf das Arbeiten an den Bewegungsabläufen einer Taiji-Form ausgerichtet. Dieses Wochenende jetzt mit dem Fokus auf die innere Arbeit habe ich sehr geschätzt. Ich fand es super, diese Qualität der nach innen gerichteten Wahrnehmung mir so zu vergegenwärtigen und zu vertiefen. Dies zusammen in einer Gruppe zu erleben, fand ich sehr schön. Gerade heute Nachmittag, als wir gemeinsam hier unter dem Sonnenzelt geübt haben, empfand ich es als sehr harmonisch. Zeitweise waren wir alle fast im gleichen Rhythmus unterwegs – das war für mich ein wirklich schönes Erlebnis. Vielen Dank auch dir für’s Weitergeben all der Inhalte, die du dir durch diese eigene Weiterentwicklung der Taiji Zhi Übungen mit dem Kurzstock erarbeitet hast. Den Taiji Zhi Grundübungen bin ich früher schon mal begegnet, habe sie jedoch schon lange nicht mehr geübt. Aus diesen vertiefenden Bewegungserfahrungen mit dem Kurzstock nehme ich auf jeden Fall sehr viel mit. Danke.“


„Ich habe die Stimmung in der Gruppe heute Nachmittag ebenfalls sehr genossen – besonders nach der Partnerübung. Ich kann mich gut öffnen und mich in ein Gespräch einbringen, … um mich aber so wirklich ganz zu öffnen und auch für die Leute um mich herum präsent zu sein, merke ich, wie wirkungsvoll so Partnerübungen mit achtsamem Körperkontakt für mich ist. So eine Partnerübung zu Beginn des Workshops fände ich persönlich noch recht hilfreich, um zuerst einmal so als eine neue Gruppe zusammenzufinden. Schliesslich waren wir jetzt ja doch zwei Tage gemeinsam unterwegs und haben dabei viel zusammen erlebt. Ich glaube so eine Partnerübung zu Beginn würde die Verbindung und den Austausch untereinander gleich von Anfang begünstigen. Das wäre so meine Anregung für ein nächstes Mal… Deinen Zugang zum Taiji finde ich wunderschön. Extrem gut gefallen hat mir deine neutrale und respektvolle Herangehensweise. Das hat mich stark an meine Arbeit bei der Verarbeitung von Heilpflanzen erinnert. Auch dort wird davon ausgegangen, dass alles bereits schon da ist und eine Verstärkung der natürlichen Heilkraft einer Pflanze mit „positiver Energie“ und zusätzlichen Massnahmen gar nicht nötig ist. Eigentlich reicht es vollkommen aus, wenn wir als Werkzeug ihr dienen und sie respektvoll und bewusst mit möglichst wenig äusserem Dazutun verarbeiten. So kann dann die Entfaltung ihres natürlichen Potentials unterstützt werden. In der Fragestunde gestern Abend hat mich dein Zugang zu den Themen wie „Atmung“ und „Qi“ sehr angesprochen. Du adressierst diese Themen in deiner Arbeit absichtlich nicht direkt, achtest dich aber darauf günstige Bedingungen zu schaffen, um so indirekt deren natürliche Entwicklung zu fördern. Dieser Ansatz ist für mich viel weniger „technisch“, sondern echt und pur im Sinne von naturbelassen. Hier durfte ich diese Herangehensweise das erste Mal auf meinen eigenen Körper bezogen kennenlernen. Der Workshop hat mir sehr gut getan und vieles in mir auf eine gute Art in Bewegung gebracht. Bin das nächste Mal dann gerne wieder mit dabei!“

„Ich beginne mal mit meinem zentralen Thema – meinem Rücken. Denn im Vorfeld war ich mir nicht so sicher, wie sich dieses Seminar auf ihn auswirken würde. Und es ist top! Meinem Rücken haben diese Übungen extrem gut getan – vor allem auch den Fokus immer wieder auf die innere Wahrnehmung gerichtet zu haben. Gerade zu meiner Beckenposition, da konnte ich für mich neue und hilfreiche Inputs aufnehmen. Da bin ich wirklich glücklich, denn morgen gehe ich in die Ferien und freue mich beweglicher und freier zu sein. Von den Seminarinhalten, von diesem wunderschönen Ort hier, aber auch von der Verschiedenartigkeit des Zusammenseins in der Gruppe fühle ich mich sehr bereichert. Sehr beeindruckt hat mich die Wirkung der unterschiedlichen Übungsplätze auf das Erleben von sich selbst und der Gruppe. Der steinige Boden gestern hat die Aufmerksamkeit auf die eigene strukturelle Körperausrichtung gelenkt. Dann das wunderbare Üben stehend im Bachbett, umgeben von erfrischend fliessendem Wasser. Dieser wunderschöne Ort hat mir das Herz geöffnet. Verbunden sein mit der Natur und der Gruppe im Bewegen! Und heute Nachmittag auf der Wiese unter dem Sonnenzelt erlebte ich eine besonders schöne Energie in der Gruppe, die nicht in Worten zu beschreiben ist. Danke herzlich an euch alle! Danke auch dir Marko. Ich habe den Eindruck, dass du diese Taiji Zhi Übungen jetzt anders vermittelst als vor zwei Jahren. Jedenfalls habe ich wieder einiges Neues für mich entdeckt. Ich konnte mich viel besser auf den Stock einlassen. Integrierter. Dadurch war er mehr als nur ein Trainingsgegenstand. Die Ruhe und Verbundenheit von heute Nachmittag, machte mir bewusst, wie ruhiger mein Geist dabei war in diesen 2 Tagen, gegenüber vor zwei Jahren. Das war ein schöner Moment, diese Erkenntnis.“

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Ausfälle und Einfälle

Liebe Taiji-Freunde und Bewegungsinteressierte

In dieser aussergewöhnlichen Zeit des Corona-Timeout’s sind wir alle in einer oder mehrer Hinsicht mit Ausfällen konfrontiert. So sind auch bei mir sämtliche Taiji-Kurse bis auf Weiteres ausgefallen. Was ich aber ganz toll finde, sind die vielen kreativen Einfälle, welche so eine ungewisse Situation mit sich bringen kann. Aus der Stressforschung weiss man ja, dass Ungewissheit ein Faktor ist, der Angst und Unbehagen schüren kann. Wenn man aber bedenkt, dass „Nichtwissen“ auch ein fruchtbarer Boden für Kreativität sein kann, dann können daraus ganz neue, unerwartet schöne Erlebnisräume entstehen. Vielleicht erinnert ihr euch an das knisternde Klang-Rätsel aus meinem letzten Newsletter. Hier nochmals der Link zum Audio-File. Wie vielfältig und fantasievoll eure Klang-Assoziationen waren, das hat mich richtig begeistert! Ganz herzlichen Dank für all eure kreativen Rückmeldungen! Diese Fülle an inspirierten und inspirierenden Ideen möchte ich gerne mit euch teilen. Eure Nennungen findet ihr am Ende dieses Newsletters aufgelistet.

Am kommenden Samstag ist der „Welt Taiji und Qigong Tag“, an welchem normalerweise weltweit viele Taiji- und Qigong-Lehrer und Lehrerinnen öffentliche Trainings in den Pärken anbieten. Das hatte auch ich eigentlich vor, nun fällt auch dieses Vorhaben eben aus … naja, nicht ganz … Die deutsche Bundervereinigung für Taijiquan und Qigong hatte den Einfall, dass dieser Anlass auch online durchgeführt werden könnte, wozu sich 20 Lehrpersonen aus 8 verschiedenen Ländern bereiterklärt haben, gemeinsam ein zweistündiges, öffentliches Training für alle Taiji-, Qigong- und Bewegungsfreunde online anzubieten. Auch ich habe die Freude, bei diesem Projekt mit einem Trainingsbeitrag mitwirken zu dürfen :-) Sodann findet diesen Samstag von 10 bis 12 Uhr ein online Taiji- und Qigong- Training statt. Meine Übung werde ich so um 10:20 Uhr präsentieren. Wer also Zeit und Lust hat mitzumachen, kommt über den folgenden Link zur Video-live-Übertragung:

https://www.youtube.com/watch?v=3EiW5yQVWF8

Wann genau es mit meinen regulären Wochenkursen wieder weitergehen kann, ist noch unklar. Ich bin aber zuversichtlich, dass die kommenden Taiji-Wochenenden im Sommer stattfinden können. Wer also gerne Taiji in den Bergen erleben möchte, darf sich gerne bei mir melden.

Dann ist mir während dieser Corona-Auszeit noch einmal so richtig Bewusst geworden, wie gerade in Zeiten der eingeschränkten Mobilität ein achtsam entspannendes Bewegen wichtig für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden ist. Gerne möchte ich Taiji über die Wochenkurse und Wochenendseminare hinaus im Rahmen einer Diplomausbildung vertieft weitervermitteln. Wer an einer SGQT anerkannten Ausbildung zum/zur Taiji-Kursleiter/In interessiert ist, findet nachfolgend weitere Informationen und darf sich gerne bei mir melden.

Taiji-Diplomausbildung in Aarau (SGQT anerkannt)
Beginn der 3-jährigen Taiji-Kursleiterausbildung: 20. Februar 2021
Ausbildungsbeschrieb: siehe „Taiji Ausbildung 2021
Ausführlicher Ausbildungsplan, Anmeldeformular und weitere Infos unter: info(at)space2be.ch

Zu guter Letzt möchte ich gerne auf das kreative „We-Art-It“-Projekt hinweisen, in welchem Stefan Maurer und weitere Kunstschaffende aus der gegenwärtigen Situation heraus eine Webseite mit interaktiven Angeboten für Menschen zu Hause kreiert haben. Schaut mal rein – vielleicht macht es euch Lust, bei einem der Angebote mitzumachen.

Eine ganz schöne und (re-)kreative Frühlingszeit wünsche ich euch allen!

Herzliche Grüsse
Marko

Nachfolgend findet ihr eine Auflistung eurer fantasievollen Klang-Assoziationen! Des Rätsels Lösung befindet sich darunter ;-)

  • Feuerknistern
  • Microphone static feedback
  • einfrieren und auftauen vom Wasser kombiniert mit der Luft im Wasser
  • ein wärmendes Feuer in der freien Natur
  • es ist ganz klar ein Feuer. Buchenholz?  😊  Tanne ist es nicht, dafür knackt es zu wenig.
  • das Knistern eines Feuers. ….oder an die Holzwürmer auf der Alpe Colle. (Hi, hi)
  • Öl in der Pfanne?
  • Tija dann schätze ich mal Essware in der Bratpfanne.
  • Deine Worte suggerieren ein Feuer, mit dem laufenden Wasserhahn bei mir im Hintergrund sah ich Regentropfen auf dem Fensterbrett.
  • it is the ice making the sounds. – It does sound a bit like wood burning in a fire though 🤔. Or, someone is struggling to get a potato chip bag open, ha 😄.
  • Ich denke, dass das Knistern von einem brennenden Feuer im Cheminée kommt.
  • Ist das Knistern ein Feuer? Oder Butter in der Bratpfanne? 😊😊😊 Gute Übung für im Hier und Jetzt zu sein!!!
  • Also Feuer höre ich sehr klar. Höre ich auch Wind? Es klingt jedenfalls nicht unbedingt nach einem Indoorereignis, in meiner Phantasie war ich irgendwo in der Ruhe der Natur und es war Abend oder Nacht. Bin gespannt auf die Auflösung.
  • Ich denke da an das Lauschen an einem Baum mit Borkenkäfern in der Rinde
  • an LP record at the end of the last song on that side-just before it automatically shuts off.
  • ich glaube, da brutzelt ein Feuerchen :-)
  • Es knistert. Im Zusammenhang mit Weihnacht denke ich, es könnten brennende Tannäste sein. Das ist aber eher gefährlich. Wenn deine Bemerkung zu Meditation ein Hinweis ist, tippe ich auf Weihrauch räuchern.
  • Ich muss da an das Knistern der Kruste eines frisch gebackenen Brotes denken.
  • Als ich dein Knistern und Knacken hörte, dachte ich im ersten Augenblick an Feuer, bei längerem Hinhorchen hatte ich das Bild einer kleinen Grotte, in die das Wasser, das über Moos fliesst, fein auf den Stein runterprasselt.  und vielleicht im wirklichen Winter zu Eiszapfen gefriert.
  • Ice cracking just after you ran water over an ice-cube tray (to allow easy removal of the ice-cubes)?
  • Your acoustic riddle is a hard nut to crack! What happened was that I immediately came up with the idea of ‚fire‘, ’something gently burning‘ and then I got stuck with that idea and was unable to hear anything else.
  • No matter how many times I listened, and how hard I tried to dismiss the idea of fire, I got stuck with it.
  • Das Eisknistern ist in der Tat sehr erstaunlich. Deine Aufnahme hast du vielleicht beim Bergsee oberhalb vom Göscheneralpsee gemacht 😊
  • Da ist es wohl das Öl in einer heissen Bratpfanne. Allerdings hat es mich auch sehr an die Holzwürmer im Dachstock der Collo-Alphütte erinnert 😉
  • Ist es eine Knospe, die sich öffnet?
  • ein bruzzelndes Spiegelei?
  • ein Wurm oder Raupe beim Verspeisen eines Salatblatts
  • Es erinnert mich etwas an Popcorn – aber für eine Chromstahlpfanne ist es definitiv zu leise. Frittierst du Apfelküchlein in der Bratpfanne? Und was ist das surrende Geräusch im Hintergrund? Lässt du eine grosse Schale Kaffee durch eine Maschine oder hast du einen Geschirrspüler? Ich bin gar nicht so sicher, ob ich die Lösung wirklich wissen will … Feuerknistern oder Eisknacken finde ich stimmungsvoller :-)
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Was knackt und knistert denn da?

Neulich habe ich ein Video gesehen von einer Frau in Schweden. In der kalten Jahreszeit zieht es sie immer wieder auf die gefrohrenen Seen. Dort legt sie sich auf das Eis und lauscht dessen Bewegungen. Man könnte ja meinen, dass das Wasser im gefrohrenen Zustand erstarrt und keine Bewegungen mehr zu lässt. Dem ist aber nicht so. Mit zunehmender Kälte kann das Eis an Dicke gewinnen und sich in alle Richtungen ausdehnen. Und wenn es das tut, dann knackt und birst die Eisdecke, wodurch unerwartet schöne Klang- und Landschaftsbilder entstehen können! Mich hat dieses Phänomen an das finale Lauschen bei einer meiner liebsten meditativen „Achtsamkeitsübungen“ erinnert. Hier findet ihr eine kleine akustische Kostprobe zum Reinhorchen:

Habt ihr eine Idee, woher dieses Knistern und Knacken kommen könnte? Ich freue mich auf eure Antworten! Wer es herausfindet bekommt ein Weihnachtsgeschenk :-)

Eine ganz schöne, die Sinne anregende Winterzeit wünsche ich euch allen!
Lichtvolle Weihnachten und einen guten Start in ein gesundes, neues Jahr!

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An „Unebenheiten“ spielend wachsen

Heute Morgen war ich zusammen mit meinem Sohn Ping-Pong spielen. Auf dem Schulhausplatz steht ein alter, grüner Ping-Pong Tisch, dessen ziemlich lädierter Belag schon einiges durchgemacht hat. Ein paar Schritte daneben wurde unlängst ein nigelnagelneuer blauer Ping-Pong Tisch aufgestellt, natürlich mit einem makellosen Tischbelag. Trotzdem spielten wir auf dem alten grünen Tisch. Wäre es nicht einfacher auf dem neuen Tisch zu spielen? Ich fragte meinen Sohn, wie er das sieht. Und er meinte, dass der neue Tisch zu scharfe Kanten habe, an denen er sich verletzen könnte, … und auch die Oberfläche sei ihm zu glatt. Da hakte ich nach und wollte von ihm wissen, was er denn  an den beachtlichen Unebenheiten in unserer grünen Tischplatte (siehe Bild unten) so schätze? „So ist es ist viel spannender! Bis zum Schluss weiss ich nie ganz genau wie der Ball zu mir kommt … und wenn er dann im letzten Augenblick doch noch zur Seite spickt, dann muss ich ganz schnell sein, damit der Ball im Spiel bleibt.“


Ja, da muss ich meinem Jungen Recht geben, denn auf diese Weise werden nicht nur die Reflexe intensiver geschult, sondern vor allem wird auch dem Unberechenbaren bewusst mehr Raum gegeben … wodurch es dann aber wieder etwas berechenbarer wird ;-) Dennoch kann dadurch die Entwicklung einer meiner Ansicht nach sehr wichtigen Kompetenz besonders gefördert werden: Aus jeder noch so unerwarteten Situation immer das Beste zu machen und zu schauen „das der Ball im Spiel bleibt“ :-) … Auch beim Taiji können „Besonderheiten der Bodenbeschaffenheit“ zur Förderung von Bewegungs- und Interaktionskompetenzen genutzt werden. So kann an mannigfaltigen Orten geübt werden … und jetzt, da es ja wieder Herbst ist, darf man sich auf heitere Bewegungserfahrungen im Meer raschelnder Laubblätter freuen! :-) Ob mit oder ohne Taiji – geniesst es! Eine ganz schöne, sinnesfrohe Herbstzeit wünsche ich euch allen!

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Taiji auf der Alp Collo

Letztes Wochenende fand nun schon zum dritten Mal auf der Alp Collo das verlängerte Wochenendseminar zu den fünf Lösungsübungen und der sieben Sterne Taiji-Kurzform statt. In einer kleinen aber sehr feinen Gruppe haben wir uns nicht nur intensiv und vertiefend mit den Seminarinhalten befasst, sondern auch gemeinsam gekocht, am Esstisch sowohl das feine Essen als auch die wunderschöne Aussicht ins Onsernone-Tal genossen, unterm freien Himmel geschlafen, beim Taiji-Training überwiegend unterdacht und später auch auf der Heimreise dann etwas mehr exponiert dem strömendem Regen getrotzt … viel Nährendes und Erfrischendes wird mir von diesem Wochenende in Erinnerung bleiben. So zum Beispiel auch das wohltuend-belebende Baden im grossen, kupfernen Chäser-Kessel oder auch das stille Stehen auf der hinteren Alp bei Wind und Wetter … und natürlich auch die schöne Erfahrung den bewegungsinteressierten Teilnehmenden vertiefende Impulse für ihr eigenes, weiterführendes Training mitgeben zu dürfen. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Besuch auf der Alp Collo und auf alle, die dann an diesem wunderschönen Ort sich durch und durch naturverbunden in die Grundlagen des Taiji vertiefen möchten!

Hier noch ein paar fotografische Impressionen zum Seminar zusammen mit den Rückmeldungen der Teilnehmenden …

Ganze 22,2 kg wog mein Rucksack mit den Nahrungsmitteln für das Seminar-wochenende. Mit diesem Gepäck war der vierstündige Aufstieg hoch zur Alp für mich schon mal ein gutes Reinfühlen in eine elastisch belastbare Körperausrichtung ;-)

 

Das obere Bild ist während des frohgemuten Aufstiegs zur Alp entstanden :-)  Am Ziel angekommen, bin ich dann ziemlich schnell mal zur Erfrischung in den kühlen mit frischem Bergbachwasser gefüllten Käser-Kessel gestiegen (siehe Bild unten).

Nun zu den Rückmeldungen der Teilnehmenden:

„Von den drei Losenings-Wochenenden, die ich hier oben auf der Alp erlebt habe, fand ich dieses hier das Beste. Obwohl mir die Übungen ja eigentlich schon sehr vertraut sind, habe ich es wieder mal als ein sehr dichtes Wochenende erlebt, in welchem ich von dir wieder viele wertvolle und weiterführende Inputs bekommen habe. Diese möchte ich mir zu Hause dann in aller Ruhe aufschreiben und in mein eigenes Training integrieren. Im Moment bin ich gerade ein bisschen übersättigt und das ist auch gut so, denn ich will ja auch etwas zum Nachwirken, Verdauen und Daran-Arbeiten haben. Mich hat das Wochenende wirklich super gedünkt und wüsste gar nicht was man noch besser machen könnte … ausser vielleicht, dass man von mir aus noch einen Tag mehr ranhängen könnte.“


„Ich finde es erstaunlich, wie schnell die Zeit vorbei ging, obwohl wir gute 12 Stunden trainiert haben. Mir wird bewusst, wie doch viel Zeit wir für die einzelnen Lösungsübungen gebraucht haben. Besonders spannend finde ich festzustellen, wie verschieden ich die Lösungsübungen während den letzten drei Jahren hier oben auf der Alp erlebt habe! Wie sich von Mal zu Mal der Blickwinkel bei mir verändert hat und jetzt zum Beispiel die dritte Lösungsübung sich ganz anders anfühlt als in den Vorjahren. Auch zur zweiten Lösungsübung habe ich jetzt vom Gefühl her einen noch besseren Zugang gefunden. Die vierte ist für mich jedoch nach wie vor noch etwas knifflig, da mir das Bücken bei der Achillessehne noch etwas Mühe bereitet. Ansonsten fand ich es auch dieses Mal wieder sehr schön hier oben auf der Alp zu sein. Ich bin gerne hier und komme auch gerne einen Tag früher, um schon mal das Eine oder Andere hier vor Ort für’s Wochenende vorzubereiten und mich darauf einzustimmen … und bin sehr dafür, dass dieses Wochenende auch in den kommenden Jahren so durchgeführt werden kann! Es war für mich sehr schön wieder mal so vertieft in die Übungen reinzugehen und dabei viel für mein eigenes Üben mitzunehmen.“

„Herzlichen Dank für deine Begeisterung mit welcher du uns so viel Grundlegendes und Vertiefendes zum Taiji vermittelst. Das finde ich sehr schön und angenehm. Für mich waren alle Lösungsübungen komplett neu und jetzt besonders hängen geblieben sind mir die dritte und vierte Lösungsübung. Deine Hinweise auf gleichseitige und gegenseitige Bewegungsbahen durch den Körper war für mein Bewegungsverständis und  -erlebnis sehr anregend! Die letzten Trainingsstunden am Abend auf der hinteren Alp fand ich besonders schön … die Aussicht und Stimmung dort ist einfach genial. Toll fand ich auch, das gemeinsame Kochen und Essen … und dass du hierfür das ganze Essensmaterial für uns alle hochgetragen hast! Von mir aus könnte das Seminarwochenende das nächste Mal am Freitag auch schon etwas früher starten und vielleicht an einem anderen Wochenende zu liegen kommen, das sich nicht mit dem Baskers-Strassenmusik-Festival in Bern kreuzt … aber wohlgemerkt, das sind jetzt Optimierungsvorschläge auf hohem Niveau! Rückblickend darf ich von diesem Seminar viele spannende Erkenntnisse insbesondere auch biomechanischer Art, was zum Beispiel das Öffnen und Schliessen der Leiste anbelangt, mitnehmen. Merci velmol!“

„Ich möchte mich als erstes bei euch allen ganz herzlich bedanken für die ganze Vorbereitung und das tolle Seminar, das mir einfach sehr viel Spass gemacht hat. Ich habe mich gleich von Anfang an sehr wohl in der Gruppe gefühlt. Sehr genossen habe ich die familiäre Gruppengrösse und diesen wunderschönen Ort hier. Ich konnte hier extrem viel profitieren. Die fünf Lösungsübungen hatte ich ja früher schon mal gelernt und dabei hatte ich immer wieder so ein Gefühl von ‚Da muss doch noch etwas mehr dahinter stecken!‘ und bin da aber einfach nicht weiter gekommen. Und dann bin ich ja mal zu dir nach Bern gekommen, wo wir gemeinsam die zweite Lösungsübung angeschaut haben. Die hab ich dann von dir auf so eine andere Art und Weise erklärt bekommen, dass ich als erstes etwas Widerstand in mir wahrgenommen habe, im Sinne von ‚Hmmm … da habe ich mich schon vier Jahre lang mit diesen Übungen befasst, … und jetzt steht auf einmal alles in einem ganz anderen Licht vor mir. Will ich das überhaupt?!‘ … und das hat dann bei mir einen Prozess ausgelöst, in dem ich die neuen Eindrücke in mir zuerst mal raumschenkend hab setzen lassen. Und als ich dann deine Seminarauschreibung zu den Lösungsübungen hier oben auf der Alp Collo gelesen habe, da habe ich gewusst, dass mich das ganz sicher weiterbringen würde. Und jetzt habe ich wirklich einen ganz neuen Zugang zu diesen tollen Übungen bekommen, an dem ich grosse Freude habe. Aus diesem Seminar hier nehme ich jetzt extrem viel mit. Und was ich besonders schön finde ist, wie du auch in kleinen Dingen wie z.Bsp. der Handposition so viel Wertvolles findest, es mit uns teilst und ich das einfach als eine Bereicherung für mich mitnehmen kann. Ganz herzlichen Dank dafür! Man merkt deine Leidenschaft und das du mit viel Herzblut am Taiji drann bist. Das einzige, was ich persönlich noch etwas vermisst habe, sind Zeitfenster für das eigene Üben in der Stille, wo ein in sich Hineinspüren, Wahrnehmen und Integrieren von Veränderungen noch mehr stattfinden könnte. Doch alles in allem war es echt super und für mich genau zu einem stimmigen Zeitpunkt. Herzlichen Dank für alles!“

Bild oben: Sieben Sterne Taiji-Kurzform im Regen … ein echtes Juwel!

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